Für Männer

Männliche Verstärkung ist immer herzlich willkommen. Denn die Altenpflege braucht jeden, der gerne mit anpackt. Zugegeben: Ein paar Muskeln sind sicher auch von Vorteil.

Was man(n) tun kann

Altenpflege braucht Männer, die anpacken können, praktisch denken und sich gut in andere einfühlen. Männer mit Macherqualitäten, die das Leben alter Menschen mitgestalten möchten – und gerne auch Managementaufgaben übernehmen. Wenn du dann noch Teamspieler bist, kannst du in einem großen Kollegenkreis deine Stärken an den Mann beziehungsweise die Frau bringen.

Männer in der Altenpflege (Vorteile) …

  • machen einen sinnvollen und erfüllenden Job.
  • sind wichtig und werden gebraucht.
  • haben einen extrem vielseitigen Beruf und lernen täglich Neues.
  • nutzen vielfältige Karrierechancen.
  • finden Respekt bei Freunden und in der Gesellschaft.
  • liefern eine starke Leistung und sind stolz darauf.

Video: Was denkst du über Berufe in der Altenpflege?

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https://youtu.be/LZHCo7mJifw?list=PLQjtKJhthJGNbOBTov4nOBJmLv8k-jrhg

Es gibt viele Wege in die Altenpflege. Zum Beispiel über ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein Duales Studium.

Akkordeon-Inhalt

Portraitfoto Patrick
„Kochen ist angeblich auch Frauensache, und trotzdem kann ein Mann Drei-Sterne-Koch sein.“
Patrick, Azubi zum Altenpflegehelfer
Portraitfoto Milan
„Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Männer in der Pflege arbeiten. Mit den älteren Herren unterhalte ich mich oft über Fußball oder spiele mit ihnen Schach. Sport ist generell ein Thema. Die Damen freuen sich auch. ‚Ein netter, hübscher Bua‘, sagen sie über mich.“
Milan, Azubi zum Altenpflegehelfer
Portraitfoto Elvin
„Frauen haben mehr Geduld, Männer mehr Durchhaltevermögen. Aber ich finde, jeder kann den Pflegeberuf machen.“
Elvin, Azubi zur Pflegefachkraft
Portraitfoto Matthias
„Männer tragen positiv zu den Teams bei.“
Matthias, Pflegeleiter
Portraitfoto Srdan
„Nein! In der Altenpflege arbeiten immer mehr Männer. Der Beruf ändert sich, er wird heute schon anders wahrgenommen.“
Srdan, Student im Dualen Studium Pflege
„Es gibt viele alte Menschen, die männliche Pflegekräfte bevorzugen, sowohl unter Männern als auch unter Frauen.“
Pierre, Pflegefachkraft

Ob Mann oder Frau: Altenpflege ist eine „Allround-Aufgabe“. Wer Lust hat auf eine vielseitige und verantwortungsvolle Arbeit mit Menschen, ist hier genau richtig. Fakt ist: In der Altenpflege sind Männer und Frauen gleich wichtig. Denn sie bringen besondere Fähigkeiten und einen individuellen Stil mit. So ergänzen sie sich optimal.

Männer übernehmen in der Altenpflege eine sehr wichtige soziale Rolle. Ein älterer Herr freut sich z. B., wenn er sich mal über „Männerthemen“ austauschen kann. Schließlich genoss er früher im Beruf und im Privaten den Kontakt zu Kollegen, Freunden, Kumpels. Und findet sich plötzlich in einer überwiegend „weiblichen“ Umgebung wieder …

Portraitfoto Srdan
„Die Kommunikation, die Arbeit mit Menschen, die Dankbarkeit der Bewohner. Das gibt mir ein positives Gefühl.“
Srdan, Student, Duales Studium Pflege
„Es ist schön, jemanden zu sehen, dem es schlecht ging und dem es durch unsere Betreuung wieder besser geht.“
Pierre, Pflegefachkraft
Portraitfoto Pierre
„Wir haben hier sehr viel Spaß miteinander.“
Pierre, Pflegefachkraft
Portraitfoto Patrick
„Ich mag den Umgang mit Menschen. Auch die Schule macht Spaß. Ich lerne viel über die menschliche Anatomie, über Medikamente und mehr. Und es ist ein sozialer Beruf, ich helfe gern.“
Patrick, Azubi zum Altenpflegehelfer
„Der Beruf bietet viel Abwechslung. Es ist mehr als nur pflegen, ich betreue die Menschen auch.“
Milan, Azubi zum Altenpflegehelfer

Viele weitere Fakten und Antworten findest du im Quick-Check und in den 10 guten Gründen. Oder lies weiter, was Männer zwischen 18 und 29 über ihren Job in der Altenpflege berichten.

Liveberichte

Warum ich’s gerne mache – verschiedene Männer berichten aus ihrem Berufsalltag.

Akkordeon-Inhalt

Was war dein Traumberuf als Jugendlicher?
Ich wollte auf die Sporthochschule. Ich habe sechs Tage pro Woche Leichtathletik trainiert …
Warum hast du dich dann für die Altenpflege entschieden?
Durch ein Schulpraktikum. Ich hatte mir den Beruf nicht so intensiv vorgestellt. Es gehört vieles dazu, nicht nur „A**** abwischen“, sondern eine intensive Betreuung. Wir helfen den alten Menschen, ihr Leben so weiterzuführen, wie sie es gewohnt sind.
Wie hat deine Familie reagiert?
Meine Mama ist selbst Krankenpflegerin. Meine Familie ist sehr stolz auf mich.
Wie war dein Einstieg als Mann in den „Frauenberuf“?
Sehr gut! Ich wurde sehr gut ins Team integriert. Ich pflege demenzkranke Menschen. Auf der Station bin ich der einzige Mann. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben mich sehr herzlich aufgenommen. Viele haben sich gefreut, dass ein männlicher Pfleger kommt. Da wird auch mal geflirtet. 😉
Was gefällt dir an deinem Beruf?
Es ist schön, jemanden zu sehen, dem es schlecht ging und dem es durch unsere Betreuung wieder besser geht. Wir haben hier sehr viel Spaß miteinander.
Was sind für dich besonders schöne Momente?
Klingt vielleicht seltsam, aber: Jemanden beim Sterben zu begleiten, ist ein schöner Moment. Ein Bewohner lag im Sterben und hatte keine Angehörigen mehr. Er hat darum gebeten, dass ich bei ihm bin. Es war nicht einfach, aber ich war froh und stolz, ihm beistehen zu können.
Warum sind Männer in der Altenpflege wichtig?
Es gibt viele alte Menschen, die männliche Pflegepersonen bevorzugen, sowohl unter Männern als auch unter Frauen.
Mal unter uns: Was sagen die älteren Menschen zu deinen Tattoos?
Viele finden die gut. Manche waren erst abgeschreckt, aber wenn sie mich kennenlernen verschwindet das. Einige denken, meine Tattoos wären Schmutz und wollen sie wegwaschen … Das ist interessant, weil sie dabei neue Bewegungsabläufe einüben.
Warum möchtest du in der Altenpflege arbeiten?
Ich habe früher im Krankenhaus gearbeitet. Dort habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, mit Menschen umzugehen. Es ist ein sozialer Beruf, ich helfe gern.
Wie haben andere auf deine Berufswahl reagiert?
Wenn ich Bekannten von meinem Beruf erzähle, höre ich meistens Vorurteile, es ginge nur ums „A**** abwischen“. Aber das stimmt nicht. Im Vordergrund steht die Betreuung.
Wie wurdest du in dein Pflegeteam aufgenommen?
Sehr gut. Das Personal ist super, wir haben einen sehr netten Teamleiter. Als Mann in der Pflege zu arbeiten, ist auf unserer Station ganz normal. Wir haben etwa gleich viele Männer wie Frauen.
Und von den alten Menschen?
Anfangs war ich zurückhaltend, aber das hat sich schnell gelegt. Ich wurde gut aufgenommen, habe fast vergessen, dass ich neu war. Ob ein Mann oder eine Frau sie pflegt, macht für die meisten Bewohnerinnen keinen Unterschied. Wir haben nur eine einzige Bewohnerin, die von einer Frau gepflegt werden möchte.
Können Männer genauso fürsorglich sein wie Frauen?
Männer können das genauso. Kochen ist angeblich auch Frauensache – und trotzdem kann ein Mann Drei-Sterne-Koch sein.
Können Männer gewisse Dinge besser?
Nein, das ist diskriminierend. Männer können nichts besser und umgekehrt auch nicht. Kraft braucht man nicht, es hat eher mit Technik zu tun. Natürlich gibt es Fälle, wo man keine zierliche Frau hinschickt, z. B., wenn ein Bewohner sich festklammert.
Warum wirst du Altenpflegehelfer?
Ich habe mehrere Praktika gemacht. Für die Altenpflege habe ich mich entschieden, weil ich dort viel mit Menschen reden kann. Und ich mag die Abwechslung.
Wie wurdest du als Mann im Team aufgenommen?
Die Damen sind sehr nett zu mir, sie haben sich gefreut, dass ein Junge kommt. „Ein netter, hübscher Bua“, sagen sie über mich. 😉 Mit den älteren Herren spiele ich Schach, rede über Fußball. Sport ist generell ein Thema. Die alten Menschen erzählen oft auch interessante Geschichten. Wenn man sich hinsetzt und ihnen zuhört, erfährt man sehr viel.
Welche Stärken brauchst du?
In der Altenpflege muss man ruhig und gelassen sein. Die alten Menschen brauchen Zeit.
Kannst du das?
Ich bin die Ruhe in Person.
Und wie siehst du deine Zukunft?
Ich möchte auf jeden Fall die Ausbildung zum Altenpfleger machen. Dann schaue ich weiter. Ich möchte aufsteigen, so weit es geht.
Von der Wirtschaftspsychologie zur Altenpflege: Warum?
Ich wollte etwas Soziales machen. Deshalb habe ich mich für ein Praktikum im Altenheim entschieden. Meine Chefin hat mir vorgeschlagen, das Duale Studium zu absolvieren.
Wie fanden deine Freunde diesen Wechsel?
Manche finden es lustig, andere super. Es gibt positive und negative Vorurteile. Die positiven sind: etwas Gutes tun, Werte pflegen. Die negativen: der Beruf habe viel mit „A****wischen“ zu tun. Ich sage: Ich bekomme so viel zurück – es ist gut, was ich mache.
Was sind deine Stärken?
Ich bin geduldig, belastbar. Man muss soziale Kompetenz mitbringen, auch gut beobachten können. Und z. B. mit Demenzerkrankungen und dem Sterben klarkommen. Ein Lehrer sagt immer: „Pflege ist Kunst“. Denn ich muss auf jede Situation spontan und oft kreativ reagieren.
Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Erstmal mache ich meinen Abschluss. Ich kann mir vorstellen, mich danach zur Palliativ-Fachkraft weiterzubilden, also für die Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Ich möchte auf jeden Fall mehrere Bereiche der Pflege kennenlernen. Ich habe viele Möglichkeiten, könnte sogar eine Doktorarbeit schreiben. Zum Beispiel in Gerontopsychologie. Das ist ein Zweig der Psychologie, der sich mit den Phänomenen des Alterns befasst.
Was sagen deine Freunde zu deiner Ausbildung?
Ich höre die typischen Sprüche, Altenpflege sei nur Waschen. Aber das ist mir egal. Ich will meine Ziele erreichen.
Und die alten Menschen hier?
Sie haben positiv reagiert und waren beeindruckt, dass ich so jung bin und hier arbeite. Berührungsängste hatte ich keine.
Was macht dir Freude?
Am schönsten ist der Kontakt mit den Menschen. Die Arbeit ist anstrengend, aber sie gibt mir viel zurück.
Hier kannst du Info-Broschüren herunterladen oder kostenlos per Post bestellen (PDF-Download)

Video: Pflegefachkraft Marcus

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https://www.youtube.com/watch?v=eMtu6KR12Xs

Typisch Altenpfleger?

Sechs Männer haben die Kleidung eines Alten- und Pflegeheims angezogen. Was glaubst du: Wer von ihnen arbeitet wirklich in der Altenpflege?

Mehr erfahren! Noch mehr erfährst du in der Info-Broschüre „Altenpflege – Männersache?“.

Glossar

Duales Studium

Parallel zu deiner praktischen Ausbildung und der Berufsfachschule studierst du an einer Akademie oder Hochschule. Du schließt mit dem Examen zur Pflegefachkraft und dem Bachelor ab. Damit eröffnest du dir viele interessante Karrierewege in der Wissenschaft und in der Praxis.

Ausbildung zum Altenpfleger

Für die Ausbildung zum Altenpfleger brauchst du …

  • einen mittleren Schulabschluss (zum Beispiel Realschule)
  • oder Hauptschulabschluss und eine 2-jährige Berufsausbildung
  • oder – wie zum Beispiel Milan – einen Hauptschulabschluss und eine 1-jährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer
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